Synchron Workshop @ Connichi 2015

 

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5 Jahre in Folge bin ich nun zu Gast auf der Connichi und davon habe ich jedes einzelne Convention-Wochenende immer sehr genossen. Man trifft Freunde und Bekannte, macht haufenweise Fotos von Cosplayern aller Couleur, stöbert bei den zahlreichen Händlern und genehmigt sich zwischendurch einen kleinen Happen zu Essen in Form einer leckeren Bratwurst oder eines Crêpes. All dies hatte mich stets so beschäftigt, dass ich es in drei Tagen noch in keinen einzigen Workshop geschafft hatte. Bis heute.

Diesmal hatte ich mir fest vorgenommen, am Sonntag den Synchron-Workshop zu besuchen und saß pünktlich um 11 Uhr auf einem der begehrten Teilnehmerplätze. Durchgeführt wurde der Workshop von Sailor Moon German und aus diesem Anlass hatte man sich mit Beate Pfeiffer, die unter anderem Sailor Tin Nyanko ihre Stimme verlieh, eine prominente Workshop-Leiterin eingeladen.

Nach einer kurzen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde der Kursleitung, ging es auch ohne Umwege direkt an die Arbeit. Der erste Tagesordnungspunkt, auch für professionelle Synchronsprecher, ist es sich ein- und warm-zusprechen. Dazu gibt es eine ganze Reihe lustig klingender und anzuschauender Sprechübungen, welche zunächst von allen Kursteilnehmern absolviert werden mussten.
Nachdem sich nun alle warmgemacht hatten, war es an der Zeit einmal einem Profi bei der Arbeit zuzusehen und so einen ersten Einblick in den Alltag eines Synchronsprechers zu erhalten. Dazu hatte Beate Pfeiffer eine Szene ihrer alten Rolle Sailor Tin Nyanko neu eingesprochen und dabei verschiedene Aspekte der Synchronisationsarbeit demonstriert.

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Danach war es Zeit selbst einmal vor das große Mikrophon zu treten und einen Take, einen kurzen Textabschnitt einer Sprechrolle, einzusprechen. Dazu diente eine lustige Szene aus Sailor Moon, in der Bunny und Mamorou zusammen auf Shopping-Tour sind und dabei eine arme Verkäuferin völlig entnerven.
Jeder der Kursteilnehmer, hatte nun also die Möglichkeit unter professioneller Leitung und Anweisung ein paar Sätze einzusprechen. Da sich Bunnys und Mamorous Stimme also bei jedem Satz änderten, war das Endergebnis extrem belustigend. Highlight jedoch war ein spontaner Gastauftritt von Torsten Münchow aka. die Stimme von Alucard, der uns nach seiner Signierstunde einen kurzen Besuch abstattete und es sich natürlich nicht nehmen ließ, selbst kurz ans Mirko zu treten, um sich mit den Worten „Und Tschüss!“ im selben Moment und unter großem Gelächter wieder von uns zu verabschieden. Das passte in sofern wie die berühmte „Faust aufs Auge“, da in der Szene Mamorou in sein leeres Portemonnaie blickte und dem verlorenen Geld nachtrauerte. Ein unbezahlbarer Moment.

Zwischen den einzelnen Takes konnte man immer wieder vielen Frage, rund um die Arbeit und benötigten Fertigkeiten des Synchronsprechers stellen und so sehr viel Interessantes über diesen überaus anspruchsvollen und durchaus künstlerischen Beruf erfahren.

Fazit
Man kann sagen, dass die Connichi hier einen wirklich spannenden, zweistündigen Workshop angeboten hat, den sich jeder ruhig einmal ansehen sollte, auch wenn er selbst vielleicht nicht einsprechen möchte. Durch den Blick hinter die Kulissen aber, lernt man die anspruchsvolle Arbeit von Synchronsprechern deutlich wertzuschätzen. Insbesondere da oft über vermeidlich schlechte Synchronisationen geschimpft wird, hilft dieser Workshop für ein besseres Verständnis und eine Chance auf die verdiente Anerkennung der im Hintergrund arbeitenden Menschen beim Film. Ich jedenfalls, werde diesen Workshop sicher noch ein zweites Mal besuchen.
– KEI

2 Comments

  1. Hört sich echt spannend an 🙂
    Ich möchte auch unbedingt mal auf die Connichi, hatte aber leider noch keine Gelegenheit.
    Dieses Jahr ist auch die erste German Comic Con in Deutschland. Vielleicht gibt es da ja auch Mangasachen 🙂 Mal schauen ob ich da hingehe.

    Liebe Grüße Thao
    #BloKoDe
    http://www.lootieloosplasticworld.de/

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